Waldling

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Ein Mathematiker ist eine Maschine, die Kaffee in Theoreme umwandelt. -Paul Erdos

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Sprachbarriere

Ich hab ja nun wirklich kein Problem damit, wenn jemand nach Deutschland zieht und nicht sofort perfekt Deutsch spricht. Das tun ja schon die meisten Deutschen nicht, vor allem hier in Bayern...
Dass dann aber jemand, der hier schon 5 Jahre wohnt, 3 Kinder aufzieht und auch noch ein Weilchen bleiben kann neben "Hallo", "Tschüss" und sehr wenig weiteren, meist unfreundlichen, Worten sich nicht verständigen kann finde ich komisch.
So heute bei einer Kundin, ein freundliches "Hallo, nur italienisch" zur Begrüßung ist schonmal nicht so gut, dass 3 Kinder rumlaufen die 2-6 sind und somit eigentlich im Kindergarten sein sollten... naja, dass die dann auch kein Wort mit mir wechseln können eher beunruhigend. Nichts gegen die Wurzeln, ich begrüße es durchaus, dass die Kinder die Sprache der Vorfahren auch lernen, aber zumindest soviel soziale Interaktion, die Kinder in den Kindergarten zu schicken, mit ihnen raus gehen, wo sie vllt von Nachbarn etwas aufschnappen, es muss ja nicht akzentfrei oder gar perfektes Hochdeutsch sein, aber so ein bisschen wäre schon nett.
Wenn dann auch noch dazu kommt, dass die Kundin nicht begreifen will, dass bei uns das Internetsignal aus der Fernsehdose kommt und mir die Telekomkabel nunmal wirklich nichts bringen, eine dolmetschende Freundin von ihr am Telefon auch nicht wirklich was bringt, weil spätestens bei Begriffen wie "Fernsehdose", "Verstärker im Keller" oder "Kabelweg" nunmal auch jeder normale Sprachkurs versagt, ja dann muss ich eben aufgeben.
Ich würde doch nie auf die Idee kommen, nach Italien zu ziehen und dann einen Dienstleister zu bestellen, von dem ich dann erwarte, dass er mit mir deutsch sprechen kann, entweder ich gebe das beim Termin ausmachen gleich an, oder ich schau, dass jemand mit vor Ort ist, der übersetzen kann, manche, gerade technische, Dinge sind einfach einfacher erklärt, wenn man gleichzeitig was zeigen kann. Das ist nur leider nicht möglich, wenn ich nicht weiß, was die beiden gerade am Telefon besprechen.
So musste ich unverrichteter Dinge wieder fahren und darauf hoffen, dass die Disposition für einen neuen Termin einen italienischen Techniker auftreibt, aber 5 Stunden für etwas zu brauchen was in einer erledigt wäre, nur weil jede Verständigung versagt (und die Kundin auch nicht gewirkt hat als wäre sie bereit sich zumindest zu bemühen) das geht nun wirklich nicht.

Von waldling am 18.09.2013

Tanken will gelernt sein

Abgesehen vom gelegentlichen Pin-Verwechseln passiert mir beim Tanken ja eingentlich nicht wirklich was... Hinfahren, tanken, Säule merken, grob den Betrag anschauen, reingehen, zahlen und wieder losfahren. Den genauen Betrag weiß ich fast nie beim Zahlen, die Größenordnung hab ich im Hinterkopf und so kann eigentlich nicht viel passieren.

Letztens kam ich dann in die fast leere Tankstelle, will meine "3" zahlen, aber an der ist kein Betrag verbucht. Nochmal raus schaun (durchs Fenster), doch ich stehe eindeutig an der "3". Ich weiß, dass es irgenwo zwischen 20 und 30 Euro waren, mehr aber auch nicht. Nach einigem hin und her wird klar, der Fahrer der vor mir da war hatte an der "4" getankt und die "3" bezahlt. Gegenchecken der Abrechnungen und offenen Posten gibt Aufschluss darüber, dass die Differenz der beiden Säulen bei 4 Cent liegt. Naja, dann zahl ich eben die "4", auch Diesel, und alles passt, wegen 4 Cent lassen Tankwart und ich Fünfe gerade sein...

Was mich aber doch interessieren würde, wenn es jetzt um größere Unterschiede gehen würde, oder ich gleich gesagt hätte "Hm, da hat jemand für mich bezahlt, dann passt das schon" was wäre da rausgekommen, ich mein, ich kann ja kaum davon ausgehen, dass mir jemand Sprit spendiert, den ich nicht kenne, aber ich kann auch nicht einfach 20-30 Euro mehr zahlen, als ich getankt hab, die Kassiererin hätte auch nicht so recht gewusst, was sie tun soll somit war das nochmal Glück, dass der Betrag so gut übereingestimmt hat und wir eine einfache Lösung finden konnten :D

Von waldling am 06.07.2013

Banken

Vor Kurzem hab ich mir ein zweites Konto erstellt. Nicht weil ich mit meiner bisherigen Bank unzufrieden war, die Sparkasse passt für meine Bedürfnisse an sich recht gut, sondern weil es einfach praktisch war. Auf dem Weg von der U-Bahn zu meiner Lieblinskneipe liegt eine Commerzbank, für die Sparkasse muss ich einen - kleinen - Umweg laufen, es gibt immer mal wieder nicht den richtigen Geldautomaten und ausserdem war bei der .comdirekt noch eine kostenlose Kreditkarte dabei. Der Kredit ist zwar immer bis zum nächsten Montag, aber immerhin kostenlos und somit an sich ausreichend. Ausserdem verliert man da nicht so schnell den Überblick und für Bestellungen aus dem Ausland oder im Onlinehandel kann das schon mal ganz schön sein.
Jetzt hab ich nur immer wieder ein Problem... mit drei PINs - 2 EC-Karten und eine Kreditkarte - verwechsle ich die gerne mal... Aber auch das wird sich hoffentlich irgendwann erledigt haben, bis dann die Karten ablaufen und ich neue - natürlich mit neuen Geheimzahlen - bekomme ^^

Von waldling am 04.07.2013

Taubstumme Kunden

Jetzt ist es mir schon zum zweiten Mal passiert, das ich taubstumme Kunden hatte. Ich frage mich zwar, wie diejenigen ein Telefon benutzen, aber auch das hab ich, neben dem Internetanschluss, jeweils einrichten sollen...
Man kann nicht sagen, dass es ein großes Problem wäre, beide Male ist das so im Auftrag mit dabei gestanden, also kann ich mich darauf vorbereiten. In der Regel sieht man mir nicht sofort an, für wen ich arbeite, aber wenns notwendig ist, ziehe ich doch die mir zur Verfügung gestellen Klamotten an, die mich "ausweisen" wodurch optisch klar ist, was ich in der Wohnung zu suchen habe. Normalerweise reicht es ja aus das zu sagen, aber wenn der Kunde mich nicht versteht, ist es ganz praktisch. Zudem noch ein zwei leere Blätter einpacken um notwendige Fragen aufzuschreiben und schon klappt alles irgendwie.
Dabei ist es natürlich immer eine komische Atmosphäre, wenn man sich nicht mit jemandem unterhalten kann, der mit im Raum ist, aber als Dienstleister muss man da imo drüber stehen.

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Von waldling am 15.10.2012

Aussendienstler oder Psychologe?

Für meinen Job komm ich ja ziemlich rum. Wenn man im Aussendienst zu Privatkunden - 4 bis 8 Stück am Tag, 3 Tage die Woche - fährt um ihnen Internetanschlüsse zu installieren gehört das dazu. Meistens geht das ganz unspektakulär, es gibt die typischen Probleme, dass die Leute noch denken, dass Internet = Telefonbuchse ist, die Kunden die sich wundern, dass man erst etwas größere Umbaumaßnahmen vornehmen muss und ca. 2 Stunden benötigt und Kunden die das alles schonmal erlebt haben und jetzt nach ihrem Umzug das alles schon kennen und einen einfach machen lassen.
Dann gibt es aber auch Kunden die die Gelegenheit nutzen endlich jemanden im Haus zu haben, mit dem sie reden können.
Vor allem wenn die Kunden schon etwas älter sind ist neben dem eigentlichen Job auch noch das Fingerspitzengefühl als Therapeut gefragt. Sash schreibt immer wieder, dass Taxifahrern dieses Phänomen nicht fremd ist, das ganze lässt sich imo ausweiten auf alle Berufe, in denen man immer mal wieder länger als 15 Minuten Zeit hat mit den Leuten zu reden.

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Von waldling am 16.09.2012