Waldling

- Der Blog

Die Zensur ist die schändlichere von zwei Schwestern. Die ältere heißt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Eingeständnis der Herrschenden, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können. -Johann Nepumuk Nestroy

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Schreckhaft

Da denk ich an nichts böses und geht zu meinem Auto. Noch in Gedanken vertieft und darauf konzentriert, welche Adresse ich jetzt ins Navi eingeben muss. Mein Auto stand schön brav auf einem ausgewiesenen Parkplatz, der senkrecht zur Straße angeordnet war, also so, dass ich einfach grade auf die Straße und dann links oder rechts wegzufahren habe, nicht so am Straßenrand in Fahrtrichtung geparkt.
Ich gebe also die Adresse ein und während ich noch auf das Display kucke wo angezeigt wird, dass die Route berechnet wird, um gleich zu wissen ob ich links oder rechts raus muss, starte ich schonmal den Motor. Der Parkplatz war direkt am Bahnhof, kurz nach halb zwei, also zu der Zeit wo die Schüler grad von dort heimgehen.
Ohne weiter nachzudenken, warte ich also ab, wo ich hinmuss und mein Auto springt an. Neben dem "brumm" gabs aber auch ein, in der Tonlage dazu garnicht so recht passen wollendes "huuuiiIIIII" und beim Aufschaun sehe ich zwei junge Mädels in einem Tempo das ich Menschen garnicht zugetraut hätte schräg von meinem Auto weghüpfen.
Die beiden waren offensichtlich genau in dem Moment mittig vor meinem Töff-töff, als ich es angelassen habe und haben sich so erschreckt, dass ich mich durch ihren Erschrecken-Schrei selbst erschrocken habe...
War zu keiner Zeit brenzlig, ich war ja noch nichtmal dabei loszufahren, Gang war noch nicht eingelegt, alles kein Problem, aber meine Gedanken waren plötzlich auf die Straße und Passanten gerichtet und alles was mir vorher noch durch den Kopf gegangen ist, war wie weggefegt.
Ich frag mich nur, was wäre, wenn ich nen Gang dringehabt hätte, die Kupplung gedrückt und durch den Schreck abgerutscht wäre, aber so blieb mir nur ein Entschuldigung zu rufen, ich wollt ja wirklich niemandem den Blutdruck hochtreiben und sobald die Straße frei von Fußgängern war loszufahren.

Von waldling am 18.12.2013

Tanken will gelernt sein

Abgesehen vom gelegentlichen Pin-Verwechseln passiert mir beim Tanken ja eingentlich nicht wirklich was... Hinfahren, tanken, Säule merken, grob den Betrag anschauen, reingehen, zahlen und wieder losfahren. Den genauen Betrag weiß ich fast nie beim Zahlen, die Größenordnung hab ich im Hinterkopf und so kann eigentlich nicht viel passieren.

Letztens kam ich dann in die fast leere Tankstelle, will meine "3" zahlen, aber an der ist kein Betrag verbucht. Nochmal raus schaun (durchs Fenster), doch ich stehe eindeutig an der "3". Ich weiß, dass es irgenwo zwischen 20 und 30 Euro waren, mehr aber auch nicht. Nach einigem hin und her wird klar, der Fahrer der vor mir da war hatte an der "4" getankt und die "3" bezahlt. Gegenchecken der Abrechnungen und offenen Posten gibt Aufschluss darüber, dass die Differenz der beiden Säulen bei 4 Cent liegt. Naja, dann zahl ich eben die "4", auch Diesel, und alles passt, wegen 4 Cent lassen Tankwart und ich Fünfe gerade sein...

Was mich aber doch interessieren würde, wenn es jetzt um größere Unterschiede gehen würde, oder ich gleich gesagt hätte "Hm, da hat jemand für mich bezahlt, dann passt das schon" was wäre da rausgekommen, ich mein, ich kann ja kaum davon ausgehen, dass mir jemand Sprit spendiert, den ich nicht kenne, aber ich kann auch nicht einfach 20-30 Euro mehr zahlen, als ich getankt hab, die Kassiererin hätte auch nicht so recht gewusst, was sie tun soll somit war das nochmal Glück, dass der Betrag so gut übereingestimmt hat und wir eine einfache Lösung finden konnten :D

Von waldling am 06.07.2013

Auto

Seit letztem Mittwoch (also jetzt seit über ner Woche) hab ich jetzt ein Auto, das mein Vater "übrig" hatte. Hat zwar nur noch bis April TÜV, ist ein 14 Jahre alter, italienischer Kleinwagen, aber hey, es hat ne Heizung und es ist Winter :)
Da der Dienstag ein Feiertag war und ich erst Montag nachmittags die elektronische Versicherungsnummer holen konnte bin ich erst Mittwoch (sonst hätte ich das Töfftöff schon an dem Montag geholt) zur Zulassungsstelle. Pünktlich zur Öffnungszeit um 7:30 war ich also dort, guter Dinge bis um 8:30 oder zumindest nicht viel zu spät in die Uni zu kommen. Leider standen schon ungefähr halb München vor mir an, kaum zu glauben wie viele Leute sich ein Auto anmelden lassen...
Naja, dann verpass ich halt 10 Minuten was solls hier gibts ja viele Türen hinter denen, wie ich erkennen kann, jeweils zwei Schalter sind. In der mir zugewiesenen Wartezone gibt es 5 Türen auf meinem Nummernzettelchen steht "vor Ihnen warten 8 Leute", macht also insgesamt die Hoffnung auf kurze Wartezeiten. Tja um 9:55 bin ich aus der Zulassungsstelle raus, zum Kennzeichen machen, wieder zurück und schon um 10:07 war ich mit abgestempelten Kennzeichen auf dem Weg in die Uni...
Na immerhin konnte ich beim Sepp mit bis zu meinem Bruder fahren, bei dem der Punto abgestellt war und ihn holen.
Seit dem hab ich jetzt also den Komfort über den Winter flexibel (also ohne Fahrplan), beheizt und mit Transportkapazität durch die Gegend fahren zu können.
Ein Radio hatte ich auch noch hier, dafür musste ich nur den Verbauten Stecker, der offensichtlich einem JVC-Radio zuzuordnen war abzwicken und neue ISO-Stecker draufbasteln, macht ja auch Sinn, dass ein Vorbesitzer die Standardstecker abgezwickt hat um einen Adapter nicht aufzustecken, sondern alle Kabel über Lüsterklemmen zu verbinden -_-

Von waldling am 11.11.2011

Motorrad

Endlich wieder mobil.
Anfang des Winters habe ich bei meinem Motorrad die Kette getauscht. Das war nötig geworden, da die alte selbst unter maximaler Spannung knapp über die gewünschten 3 cm "Spiel" hatte. Normalerweise würde ich sowas von Leuten machen lassen, die sich damit auskennen, aber erstens wollte ich mir beweisen, dass ich sowas selbst kann und zweitens hatte keiner Zeit und ich keine Lust viel Geld für die Werkstatt auszugeben.
So schwer kann das nicht sein, vom Vorbesitzter hab ich so ein Werkstattbuch mit dazubekommen, Drehmomentschlüssel wollt ich mir eh schon lang mal kaufen und wenn das ganze 2 Stunden dauert war es mir auch egal, ich hatte Zeit und Tatendrang.

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Von waldling am 30.03.2010

Wie man den MVV nutzt

Um die Dienste des MVVs zu nutzen gibt es einige grundlegende Verhaltensweisen, die man so auf jeden Fall durchführen muss:
1. Wenn du an einer Haltestelle einsteigen willst, dann stürme auf jeden Fall sofort auf die Tür zu, aussteigende Fahrgäste freuen sich, dass sie nicht aus versehen umfallen, sondern von dir aufgefangen werden könnten
2. Solltest du dreisterweise zur Seite gehen, dann immer so, dass du den aussteigenden Fahrgäste den Weg zum Ausgang versperrst, Kurvengehen macht einfach denen einfach mehr Spass, das ist so ähnlich wie beim Motorradfahren
3. An Haltestellen wollen Mitreisende unbedingt auch von dir nocheinmal hören, dass das ja wohl eine Frechheit ist, dass der Bus im Schneegestöber ganze 2 Minuten zu spät kommt, die würden doch sonst glatt vergessen sich auch aufzuregen
4. Bleib nach dem Einstigen in Bus/Tram/U- oder S-Bahn immer sofort nach der Tür stehen, sodass keiner mehr reinkommt, jeder schaut sich gerne noch ein bisschen den Bahnsteig an
5. Stelle große Taschen möglichst mitten in den Weg, so ein Hindernislauf auf engstem Raum hält fit
6. Wenn jemand am Schlafen ist, neben dem ein Platz frei ist, dann lass dich so schwungvoll wie möglich in diesen Sitz plumpsen, er wird glücklich sein, seine Haltestelle nicht zu verpassen
So und wenn in dem ein oder andren Punkt etwas Ironie oder Frust mitschwingt... dann war das keinesfalls unbeabsichtigt.

Von waldling am 13.03.2010