Waldling

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Das Parlament ist im Übrigen nicht Vollzugsorgan der Bundesregierung, sondern umgekehrt ist Auftraggeber. -Norbert Lammert

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PC-Einrichtung

Wenn ich den Kunden das Internet eingerichtet habe, also das Modem in Betrieb genommen habe, dann gibt es noch die Möglichkeit, dass der Kunde eine PC-Einrichtung wünscht. Das heißt, ich richte ihm auch noch die Netzwerkverbindung ein und er bekommt die Zusatzpakete wie Vierenscanner installiert. Viele wollen das dann garnicht, weil die nur die ersten paar Monate kostenlos sind und wenn wir ehrlich sind, die meisten entscheiden sich dann für eine kostenlose Lösung.
Gut jetzt hatte ich wieder ein paar Fälle, die diese Einrichtung wollten, alles kein Problem, Netzwerkverbindung einrichten, und die Programme installieren, danach dem Kunden zeigen dass alles funktioniert. Neu ist, dass ich einen komplett jungfräulichen Laptop einrichten soll, der Kunde will, dass ich ihm sein Windows-Passwort setze. Nachdem ich ihn dann doch überzeugen konnte, dass er das selbst machen soll, weil es nichts bringt, wenn nur ich auf seinen Computer zugreifen kann, weil ich mir das Passwort aussuche noch eben die Netzwerkverbindung eingerichtet und gezeigt, dass Internet funktioniert.
Die Frage, wer ihm jetzt noch Facebook einrichtet und dort für ihn postet hat mich dann aber doch verwirrt. Immerhin hat er gewirkt, als ob er es ernst meinte...

Von waldling am 10.05.2014

Ausweis bitte!!!

Dass ich meinen Perso kaum brauche, ok, dass ich ihn dennoch hab neu machen lassen liegt eigentlich nur daran, dass mich ein Post-Mitarbeiter mal beim Paket abholen darauf angesprochen hat, dass er abgelaufen ist. Da dachte ich mir, bevor ich ein Bußgeld kassiere hol ich mir mal nen neuen.
Ansonsten hab ich den seit langem eigentlich nur bei Prüfungen gebraucht, wobei ich da nicht weiß, warum ich den zum Studentenausweis dazu auch noch benötige...
Für Alkohol zu kaufen brauch ich den so gut wie nie, ich schau wohl schon alt und gebrechlich genug aus :P
Heute ist mir dann aber was passiert, mein letzer Kunde wollte meinen Dienstausweis sehen. Den hab ich noch überhaupt nie gebraucht. Dementsprechend musste ich ihn erstmal suchen. Gut, natürlich finde ich es verständlich, dass man wissen will, ob der Techniker der da ins Haus kommt wirklich von der Firma ist, aber wenn ich einen Termin ausmache, da jemand mit Stickerei "Service-Partner-%Firmenname" klingelt, zu der Zeit, die ausgemacht ist...
Wenn ich dagegen mal bei Nachbarn klingel, weil ich dort das Kabel sehen muss weil ein Fehler im Strang vor meinem Kunden ist, da hat bisher noch nie jemand gefragt. Da würde ich es aber verstehen und begrüßen, wenn mir blind Vertrauen entgegengebracht wird, hab ich immer das Gefühl, dass ich das nur enttäuschen kann ;)

Von waldling am 19.02.2014

Schreckhaft

Da denk ich an nichts böses und geht zu meinem Auto. Noch in Gedanken vertieft und darauf konzentriert, welche Adresse ich jetzt ins Navi eingeben muss. Mein Auto stand schön brav auf einem ausgewiesenen Parkplatz, der senkrecht zur Straße angeordnet war, also so, dass ich einfach grade auf die Straße und dann links oder rechts wegzufahren habe, nicht so am Straßenrand in Fahrtrichtung geparkt.
Ich gebe also die Adresse ein und während ich noch auf das Display kucke wo angezeigt wird, dass die Route berechnet wird, um gleich zu wissen ob ich links oder rechts raus muss, starte ich schonmal den Motor. Der Parkplatz war direkt am Bahnhof, kurz nach halb zwei, also zu der Zeit wo die Schüler grad von dort heimgehen.
Ohne weiter nachzudenken, warte ich also ab, wo ich hinmuss und mein Auto springt an. Neben dem "brumm" gabs aber auch ein, in der Tonlage dazu garnicht so recht passen wollendes "huuuiiIIIII" und beim Aufschaun sehe ich zwei junge Mädels in einem Tempo das ich Menschen garnicht zugetraut hätte schräg von meinem Auto weghüpfen.
Die beiden waren offensichtlich genau in dem Moment mittig vor meinem Töff-töff, als ich es angelassen habe und haben sich so erschreckt, dass ich mich durch ihren Erschrecken-Schrei selbst erschrocken habe...
War zu keiner Zeit brenzlig, ich war ja noch nichtmal dabei loszufahren, Gang war noch nicht eingelegt, alles kein Problem, aber meine Gedanken waren plötzlich auf die Straße und Passanten gerichtet und alles was mir vorher noch durch den Kopf gegangen ist, war wie weggefegt.
Ich frag mich nur, was wäre, wenn ich nen Gang dringehabt hätte, die Kupplung gedrückt und durch den Schreck abgerutscht wäre, aber so blieb mir nur ein Entschuldigung zu rufen, ich wollt ja wirklich niemandem den Blutdruck hochtreiben und sobald die Straße frei von Fußgängern war loszufahren.

Von waldling am 18.12.2013

Sprachbarriere

Ich hab ja nun wirklich kein Problem damit, wenn jemand nach Deutschland zieht und nicht sofort perfekt Deutsch spricht. Das tun ja schon die meisten Deutschen nicht, vor allem hier in Bayern...
Dass dann aber jemand, der hier schon 5 Jahre wohnt, 3 Kinder aufzieht und auch noch ein Weilchen bleiben kann neben "Hallo", "Tschüss" und sehr wenig weiteren, meist unfreundlichen, Worten sich nicht verständigen kann finde ich komisch.
So heute bei einer Kundin, ein freundliches "Hallo, nur italienisch" zur Begrüßung ist schonmal nicht so gut, dass 3 Kinder rumlaufen die 2-6 sind und somit eigentlich im Kindergarten sein sollten... naja, dass die dann auch kein Wort mit mir wechseln können eher beunruhigend. Nichts gegen die Wurzeln, ich begrüße es durchaus, dass die Kinder die Sprache der Vorfahren auch lernen, aber zumindest soviel soziale Interaktion, die Kinder in den Kindergarten zu schicken, mit ihnen raus gehen, wo sie vllt von Nachbarn etwas aufschnappen, es muss ja nicht akzentfrei oder gar perfektes Hochdeutsch sein, aber so ein bisschen wäre schon nett.
Wenn dann auch noch dazu kommt, dass die Kundin nicht begreifen will, dass bei uns das Internetsignal aus der Fernsehdose kommt und mir die Telekomkabel nunmal wirklich nichts bringen, eine dolmetschende Freundin von ihr am Telefon auch nicht wirklich was bringt, weil spätestens bei Begriffen wie "Fernsehdose", "Verstärker im Keller" oder "Kabelweg" nunmal auch jeder normale Sprachkurs versagt, ja dann muss ich eben aufgeben.
Ich würde doch nie auf die Idee kommen, nach Italien zu ziehen und dann einen Dienstleister zu bestellen, von dem ich dann erwarte, dass er mit mir deutsch sprechen kann, entweder ich gebe das beim Termin ausmachen gleich an, oder ich schau, dass jemand mit vor Ort ist, der übersetzen kann, manche, gerade technische, Dinge sind einfach einfacher erklärt, wenn man gleichzeitig was zeigen kann. Das ist nur leider nicht möglich, wenn ich nicht weiß, was die beiden gerade am Telefon besprechen.
So musste ich unverrichteter Dinge wieder fahren und darauf hoffen, dass die Disposition für einen neuen Termin einen italienischen Techniker auftreibt, aber 5 Stunden für etwas zu brauchen was in einer erledigt wäre, nur weil jede Verständigung versagt (und die Kundin auch nicht gewirkt hat als wäre sie bereit sich zumindest zu bemühen) das geht nun wirklich nicht.

Von waldling am 18.09.2013

Taubstumme Kunden

Jetzt ist es mir schon zum zweiten Mal passiert, das ich taubstumme Kunden hatte. Ich frage mich zwar, wie diejenigen ein Telefon benutzen, aber auch das hab ich, neben dem Internetanschluss, jeweils einrichten sollen...
Man kann nicht sagen, dass es ein großes Problem wäre, beide Male ist das so im Auftrag mit dabei gestanden, also kann ich mich darauf vorbereiten. In der Regel sieht man mir nicht sofort an, für wen ich arbeite, aber wenns notwendig ist, ziehe ich doch die mir zur Verfügung gestellen Klamotten an, die mich "ausweisen" wodurch optisch klar ist, was ich in der Wohnung zu suchen habe. Normalerweise reicht es ja aus das zu sagen, aber wenn der Kunde mich nicht versteht, ist es ganz praktisch. Zudem noch ein zwei leere Blätter einpacken um notwendige Fragen aufzuschreiben und schon klappt alles irgendwie.
Dabei ist es natürlich immer eine komische Atmosphäre, wenn man sich nicht mit jemandem unterhalten kann, der mit im Raum ist, aber als Dienstleister muss man da imo drüber stehen.

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Von waldling am 15.10.2012